Anbetungs - Krippe

 

Sonnenlicht durchflutet Kirchenfenster und fällt auf vor mir stehende Kniebänke ...
Und vor der Kirche eine Grotte:
Jesus in Gethsemane: im Gebet ringend mit dem Vater.

In Gedanken beim Chorus der deutschen Fassung eines Negro-Spirituals:

"Wenn ich knie vor dir früh am Morgen im Sonnenlicht, dann, Herr, erbarme dich mein!"

Die Strophen:


" |: Lasst uns Brot brechen und Gott dankbar sein. :|
|: Lasst uns Wein trinken und Gott dankbar sein. :|
|: Lasst uns Gott loben und ihm dankbar sein. :|"



Let us break bread togehter ... When I fall down on my knees ...


Das Lied nimmt damit Bezug auf ein Wort aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther (1. Kor. 11, 23 ff):

Denn der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm das Brot,
dankte und brach's und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, der für euch gebrochen wird; solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut; solches tut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.
Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, sollt ihr des Herrn Tod verkündigen, bis daß er kommt. "

 

 

 

Deutsche Krippe

 

Die in den sechziger Jahren entstandene "Deutsche Krippe".
Viele Jahre stand sie unter dem Weihnachtsbaum. Immer wieder saß ich davor.
Bestaunte das Wunder der Heiligen Nacht.
Vieles war noch nicht so schön wie bei den heutigen Krippen.
Aber der Heiland war gekommen!
O lasset uns anbeten ...

 

 

 

 

Friedens Krippe

 

Der Gedanke zu diesem ungewöhnlichen Hintergrund entstand bei einem Besuch Jerusalems.
Wailing Wall, West Wall, oder einfach Klagemauer wird der Rest der Stützmauer des ehemaligen Tempelbezirks genannt.
... und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
Lukas 2, 14
Wer sind diese Menschen SEINES Wohlgefallens? - Oder moderner ausgedrückt, wer sind die Menschen, an denen Gott SEINE Freude hat?

Die Krippe stellt dem Betrachter diese Frage: "Gehöre ich dazu?"
Hat Gott Freude an mir? Habe ich Frieden mit Gott?
- durch das Kind in der Krippe, durch den Mann am Kreuz, der durch SEIN Sterben und Auferstehen für mich Frieden mit Gott machte?

Jesus, dem ich gehöre!

 

 

 

Grotten Krippe

 

Es ist nicht sicher, ob der "Stall", in dem die Geburt Jesu stattfand, ein von Menschenhand errichtetes Gebäude, oder eine Grotte gewesen ist:
Eine Höhle, in der die Hirten bei schlechter Witterung oder nachts Schutz für sich selbst und ihre Tiere suchten.

Bei dieser Krippe ist die Grotte aus Kalk-Tuffstein hergestellt, einem ganz jungen, weichen und porösem Stein, der in seiner wunderbaren Struktur beim Rieseln von kalkhaltigem Wasser über Laub und Äste entsteht.

Es wäre doch einmal dem Gedanken nachzugehen, wie hier noch die Schöpfung die Hand über den Schöpfer hält:
Die Felsen und Steine, die Bäume und Pflanzen.


Das Krippenwort weist auf den Schöpfer:
Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.
Dasselbe war im Anfang bei Gott.
Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht,
was gemacht ist.
Joh. 1, 1 - 3
Abseits alles weihnachtlichen Gefühls: Im Hintergrund wartet vor steinigem Weg bereits das Kreuz, wo der Schöpfer endgültig ungeschützt in die Hände der Menschen fällt und als Sünder dargestellt für die Sünder stirbt.

Ein Glück, daß es neben Krippe und Kreuz noch eine Auferstehung gibt.
Wieder eine Grotte, eine Grabhöhle, über deren zunächst verschlossene Tür sich der Auferstandene souverän hinwegsetzt.

 

 

 

Mauer Krippe

 

Der Gedanke zu diesem ungewöhnlichen Hintergrund entstand bei einem Besuch Jerusalems.
Wailing Wall, West Wall, oder einfach Klagemauer wird der Rest der Stützmauer des ehemaligen Tempelbezirks genannt.
Zur Zeit Jesu stand der Tempel noch.

Die heutigen Mauerreste rücken erschreckend die Wahrheit SEINER Worte ins Bewusstsein:


"Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie eine Henne ihr Nest unter ihre Flügel, und ihr habt nicht gewollt!
Sehet euer Haus soll euch wüst gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich nicht sehen, bis dass es komme, dass ihr sagen werdet: Gelobt ist, der da kommt im Namen des Herrn!"
Lukas 13, 34 ff

"Und als er hinzukam, sah er die Stadt an und weinte über sie und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dient! Aber nun ists vor deinen Augen verborgen.
Denn es wird die Zeit über dich kommen, dass deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und an allen Orten ängsten, Und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem anderen lassen, darum dass du nicht erkannt hast die Zeit, darin du heimgesucht bist."
Lukas 19, 42 - 44

Aber über alle Vertreibung, Verfolgung und Holocaust hinweg ist der Platz vor der Mauer nicht nur ein Ort der Klage, sondern auch ein Ort der Anbetung, des Lobes und der Hoffnung auf den kommenden / wiederkommenden Herrn.

Und damit bin ich schon mitten im Weihnachtsgeschehen: Da wird uns Jesus, der Heiland, geboren.
Man singt das Lob Gottes: Zacharias, die Engel, Simeon. Und ...
So auch Maria, als sie ihre Freude im Lob Gottes - dem Magnificat - ausdrückt:


Meine Seele erhebet den Herrn,
und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilands.
Luk. 1, 46
Damit ist dieser Mauerrest auch Zeugnis für die grosse Treue Gottes. Gegenüber seinem Volk Israel, oder einfach gegenüber jedem, der an IHN glaubt.

Rudolf Alexander Schröder formuliert das in einem Lied:

"... halte du den Glauben fest, dass dich Gott nicht fallen lässt, er hält sein Versprechen ..."

 

 

 



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